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MVZ für Laboratoriumsmedizin Koblenz-Mittelrhein
Risiko einer falschen RhD Phänotypisierung bei D partial (RHD*10 DAU)
Die menschlichen Rhesus-Gene RHD und RHCE sind zwei eng miteinander verbundene Gene in einem Zwei-Lokus-System, das für die Blutgruppenantigene D und CcEe kodiert. Genotypen, die aus Genkonvertierung, Polymorphismus und Mutation stammen, sind für die Synthese von polymorphen Proteinen wie schwachen D, partiellen D und DEL Phänotypen verantwortlich. Die serologische RhD Typisierung ist oft unsicher, da monoklonale Anti-D Reagenzien mit schwachen und partiellen D Typen unterschiedlich reagieren können oder auch gar nicht. Wir machten die Erfahrung, dass Varianten in der Lage sind, genau so stark wie normale RhD-positive Erythrozyten mit monoklonalen Antikörpern zu reagieren, während andere schwach, kaum oder ohne nachweisbare Agglutination reagieren. In einem Schwangerschaftsfall mit später nachgewiesenem RHD*10 (DAU), kategorisiert als partielles D, waren wir nahe an einer falschen RhD Phänotypisierung, da alle verschiedenen Anti-D Reagenzien mit den Patientenerythrozyten extrem stark agglutinierten, auch unter Verwendung verschiedener Standardverfahren. Dieser Fall ist ein prekäres Beispiel für gefährliche Ergebnisse bei serologischer RhD Phänotypisierung, die zu unerwünschten Folgen in der Unterlassung einer geeigneten Anti-D-Prophylaxe oder allgemein in möglichen Transfusionssituationen hätten führen können. Die Möglichkeit von Fehlbewertungen bei der Bestimmung des D Antigens ist nie auszuschließen, weil D Varianten anfällig dafür sind, durch serologische Tests nicht erkannt zu werden. Die korrekte Bestimmung des RhD Status kann nur durch molekulargenetische Analysen erfolgen.
http://www.immunologie-labor.com/service_files/fach_Blutgruppe_RhD_partial.pdf